Freitag, 1. Oktober

Angela, meine griechische Tochter, lässt es sich nicht nehmen, um 6:30 Uhr mit einem Geschenk für unsere beiden Enkel persönlich Adieu zu sagen. Da das Auto jetzt hinten links in die Knie geht und nch Sprit dürstet, legen wir noch einen Zwischenstopp an einer Tanke ein („AEGEAN“ Ano Korakiana 490 83, Korfu, Griechenland) Ich bin mir nicht sicher, ob es in Deutschland eine solche Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit morgens um sieben geben würde. Self-Service gibt es auf der Insel übrigens kaum.

Kurz vor acht sind wir am Airport. Abschied von der mitgereisten Tochter, die das Auto übernimmt und dann reiben wir uns die müden Augen: Tote Hose vor’m Check-In-Schalter! Wir sind die dritten und schon um 8:15 im Duty-Free-Shop. Ein letztes griechisch angehauchtes Sandwich, dann landet auch schon der Flieger. Ryanair, von Malta-Air durchgeführt, von fast 180 Rückkehrer*innen bezahlt. Pünktlicher Start, ruhiger Flug, pünktliche Landung in Köln. Einziger Aufreger: Eine Rumänin, die in Köln von der Polizei aus der Menge gefischt wird und ohne jegliches Ausweisapier von Korfu nach Köln geflogen ist.

Im Freitagsnachmittagverkehr brauchen wir anderthalb Stunden bis nach Hause.

Das war’s.

Jetzt haben wir zwei fabelhaft schöne Tage gehabt. So schön war alles, dass es unnatürlich war, abends dufteten die Ölbäume so stark, und die untergehende Sonne verlieh ihnen einen Heiligenschein wie goldene Rosen. Das Meer glich einem großen Stück lichtblauen Glases.

Kaiserin Elisabeth II. „Sisi“ am 8. April 1895 in ihrem Tagebuch